November 30

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23 Verdienstmöglichkeiten für Influencer und Content Creator: Wie verdienst du als Influencer Geld?

Als Influencer und Content Creator solltest du dir von Anfang an Gedanken über deine Einkommensmöglichkeiten machen, damit du dein liebstes Hobby so lang wie möglich ausleben kannst. Wir haben uns im Netz umgeschaut mit welchen Geschäftsmodellen andere Influencer ihr Geld verdienen und das schon ab Tag Eins! Wir haben dir hier alle Verdienstmöglichkeiten zusammengefasst.

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Geldverdienen mit Werbung

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du mit Werbung Geld verdienen kannst. Von Affiliate-Marketing über Bannerwerbung bis hin zu Markenbotschafter, Produktplatzierung und Sponsoring hast du viele Optionen, Geld zu verdienen. Wir erklären dir im folgenden die einzelnen Optionen, die du mit Werbungschalten hast. 

Geld verdienen durch Werbung

© gstockstudio / Adobe Stock

1. Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing ist die Empfehlung von Produkten auf den eigenen Kanälen mit Platzierung von Links zu Onlineshops.

Affiliate ist die englischsprachige Bezeichnung für Werbepartner. Über Affiliate-Programme, wie zum Beispiel das Amazon PartnerNet oder AWIN, kommen Händler und Affiliates zusammen. 

Der Affiliate kann Produkte von Händlern bewerben und im Gegenzug erhält der Affiliate eine entsprechend gestaffelte Provision. Die Provision ist abhängig vom Werbepartner. Du meldest dich in einem Affiliate-Netzwerk an und erhältst Links zu den Produkten von Onlinehändlern, die du dann auf deinem Kanal einbetten kannst. Klickt ein Besucher auf diesen Link und kauft ein Produkt, erhältst du eine Provision. 

Die Influencerin und Youtuberin Julia Beautx benutzt beispielsweise das Amazon PartnerNet Programm und weist ihre Zuschauer in der Infobox darauf hin. Seit Neuestem gibt es sogar extra ein Amazon Influencer Programm, dass sich auf die Bedürfnisse und Arbeitsweisen der Influencer konzentriert. 

2. Bannerwerbung auf Blogs

Bannerwerbung ist die Platzierung von Werbebannern im eigenen Blog, auf der Webseite oder in YouTube-Videos.

Das bedeutet, du bietest Werbetreibenden die Möglichkeit an, ihre Produkte mit einem Banner auf deiner Webseite zu bewerben. Sobald ein Besucher auf den Banner klickt, erhältst du einen Centbetrag gutgeschrieben. Der Fachbegriff dafür heißt "Click per Cost" oder auch kurz CPC. Je nach Anbieter wird alternativ auch nach dem sogenannten “Tausender-Kontaktpreis-Modell" (TKP) abgerechnet. Dabei erhältst du einen zuvor festgelegten Betrag. Nach 1.000 Einblendungen des Werbebanners auf deiner Seite , wird dir dieser Betrag gutgeschrieben, sprich auch dann wenn kein Klick auf der Werbeanzeige erfolgt ist. 

Bekannte Anbieter für Bannerwerbung sind beispielsweise Google Adsense oder das YouTube Monetarisierungsprogramm.

3. Product Placement aka Kooperationen

Produktplatzierung bedeutet in erster Linie die kurzfristige sichtbare Platzierung, Nennung oder Loben von Produkten anderer Unternehmen auf deinem Kanal. Product Placement trägt auch den Namen, Unternehmens-, Marken- oder Werbekooperation. Beispielsweise hat die Influencerin Melissadeines in ihrem Posting, Sportkleidung von Ironathletics platziert. Sie trug in ihrem Posting die Sportkleidung und in der Beschreibung weist sie daraufhin, dass dieser Posting Werbung erhält. Als Bonus bekommt man bei einer Bestellung einen Rabatt von 15%. 

Die Art und Höhe der Vergütung von Product Placements wird in der Regel direkt mit dem auftraggebenden Unternehmen oder dessen Agentur verhandelt. Eine Messgröße ist unter anderem die Followeranzahl, die dein Kanal besitzt. Auch die Interaktionsrate, dein thematischer Schwerpunkt und die Zusammensetzung deiner Follower spielt eine Rolle bei der Höhe der Vergütung.  

4. Kanalsponsoring 

Zum Thema Sponsoring fällt einem sofort die Fußballmannschaft ein, in der die Spieler in Milliardenhöhe gesponsert werden. Tatsächlich ist Sponsoring ein Thema im Bereich des eSports, aber auch in anderen Bereichen möglich. Die Milliardenhöhe ist wohl eher eine Wunschvorstellung. Sponsoring bedeutet, Sach- und Geldzuwendungen zu erhalten und dafür sich als Fürsprecher der genutzten Marke  einzusetzen. Kanalsponsoring ähnelt dem Product Placement. Der Unterschied zum Product Placement ist der, dass der Influencer längerfristig für eine Marke auf dessen eigenen Kanal wirbt.

Erfolgreich ist das Sponsoring vor allem dann, wenn deine Persönlichkeit und deine Zielgruppe zur Marke passen. Für die Anwerbung eines oder mehrere Kanalsponsoren benötigt man in der Regel eine größere Anzahl an Follower.

5. Testimonial / Brand Ambassador

Ein Testimonial oder auch Markenbotschafter genannt ist eine in der Regel sehr bekannte Person, die als Werbegesicht in der Werbung anderer Marken auftritt. Testimonials werden in der Werbung eingesetzt, damit sie zum Beispiel Produkte einen neuen Image verleihen oder damit eine Marke die Bindung zu dessen Käufer vertieft. Das Ziel ist also Vertrauen in die beworbene Marke aufzubauen, manchmal auch zur Verkaufsförderung. Der Unterschied zum Kanalsponsoring ist der, dass der Influencer als Testimonial nicht nur auf eigene Kanäle für die Marke wirbt, sondern auch mit seinem Gesicht auf den Werbemotiven der Marke. Testimonialanfragen erhalten Influencer mit einer sehr großen Reichweite mit sechs, sieben oder achtstellige Followerzahlen. So hat beispielsweise auch der Influencer Sebastian Konrad eine Anfrage von ZALANDO erhalten. Er verrät, die Vergütung sei “rentabel”.

Geldverdienen durch eigener Expertise und Kreativität

Wenn du von Werbung auf deinen Kanälen nichts hältst, kannst du auch mit deinem Know-how einen guten Verdienst aufbauen. Als Influencer und Content Creator eignet man sich Expertenwissen an und ein gutes Know-How in einem bestimmten Themenbereich. Dieses Wissen kannst du auch zu Geld machen. Wir haben vier Wege, wie das gehen kann. 

© fizkes / Adobe Stock

6. White Label Creator / Content Creator

Als Influencer und Content Creator bist du viel mit Texten, Fotografieren und Filmen beschäftigt. Daher ist es nicht selten, dass Unternehmen solche Künstler brauchen, um etwas für sie zu entwerfen. Solche Arbeiten werden aber nicht mit dem Namen des Künstlers versehen werden, solche Arbeiten werden übrigens "White Label" genannt. 

Die Preise variieren nach Tätigkeit und Verhandlungsgeschick. Zudem ist es empfehlenswert, einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen, um Missverständnisse zu vermeiden. Als Grundlage für Preisverhandlungen empfehlen wir den Vergütungstarifvertrag von der Allianz deutscher Designer (AGD), der im Online Shop erhältlich ist. 

7. Social Media Berater/Coach

Als Influencer und Content Creator eignest du dir wertvolles Wissen an über Social Media Content, Trends im Internet, Fotografie und Tools, mit denen du Zeit sparst. Dieses Wissen ist auch wertvoll für Unternehmen, denen du als Berater zur Seite stehen kannst. 

Unternehmen ziehen einen Mehrwert daraus mit Influencer zusammen zu arbeiten und über deren Followerschaft Reichweite zu generieren. Sarah Emmerich zum Beispiel hat sich über Social Media eine Followerschaft aufgebaut und sich dann auf Influencer Marketing spezialisiert. Mit diesem Wissen fungiert sie nun als Beraterin und Strategien für Social Media und Influencer Marketing. Wir von der INFLZR-Redaktion haben im Podcast mit ihr gesprochen, den Podcast findest du hier

8. Social Media Management

Das Social Media Management ist im Gegensatz zu der oben genannten Beraterfunktion und der Content Creator Arbeit, ein Bereich, in der ein Influencer in der Social Media Abteilung eines Unternehmens aktiv wird. Er nimmt die Verantwortung für den Social Media Bereich, tritt in Kontakt mit den Kunden auf der Plattform, organisiert Fotos und Videos, plant diverse Social Media Auftritte und hat den Überblick über die Social Media Wirkung des Unternehmens auf seine Zielgruppe. Die Vergütung kann auf selbstständiger Basis verhandelt werden, kann aber auch in einer befristeten Anstellung erfolgen.

9. Events

Ein Event ist eine sinnvolle Möglichkeit, viele Menschen an einen Ort zu bringen und dein Wissen und Know-How zu teilen und dafür Eintrittsgelder zu verlangen. So macht es auch Dirk Kreuter. Seit 2014 verschlägt es 40.000 Besucher im Jahr zu seiner Veranstaltung “Vertriebsoffensive”. Das Event ist für alle, die besser verkaufen wollen. Seine Seminare werden durch die vielen praktischen Fallbeispielen und konkreten Umsetzungskonzepte, sehr geschätzt. 

Events können aber auch in kleinen Rahmen oder auch nur online stattfinden. 

Verkauf digitaler Produkte

Wie du jetzt bemerkt hast, gibt es viele Wege, Geld zu verdienen. Einen weiteren Weg ist der Verkauf von digitalen Produkten. Aber was sind digitale Produkte? Eigentlich ganz einfach. Alles was nicht greifbar ist und auf einem Computer, Smartphone oder Tablet abgespielt oder sonst genutzt werden kann. Wir stellen dir Optionen vor, wie du digitale Produkte wie Onlinekurse, Motive und Presets verkaufst.

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© Rido / Adobe Stock

10. Onlinekurse / E-Learning-Plattformen oder zum Download (Audio, Video, PDF-Ratgeber)

Als Influencer und Content Creator hast du üblicherweise ein bestimmtes Kernthema, auf das du dich spezialisierst. Wenn dein Wissen strukturiert ist und du dein Wissen in Form von E-Book, Hörbuch, Video- oder Onlinekurs aus Text, Bild und/oder Video anbieten möchtest, ist es auf den heutigen E-Learning-Plattformen wie zum Beispiel Udemy.com kein Problem mehr! Es ist möglich, dass du deine Kurse in einem zugangsbeschränkten Mitgliedsbereich anlegst und sie darüber verkaufst. Du kannst einzelne Produkte oder auch Memberships mit wiederkehrenden Zahlungen (passwortgeschützte Bereiche auf einer Website) verkaufen. 

So macht es auch Caroline Preuss, die über elopage.de und ihrer Webseite Onlinekurse über Social Media anbietet. Sie bietet an, einzelne Kurse für einen bestimmten Geldbetrag oder eine Membership, eine Art Abonnement, über das der Kunde immer wieder neue Kursangebote oder Kursunterlagen zusätzlich erhält, zu buchen.

11. Presets 

Manche Influencer haben Bilder mit Effekten, wo man sich fragt, wie machen sie das? Pfiffige Influencer haben darin den Bedarf erkannt und haben begonnen ihre Presets entgeltlich zum Download anzubieten. Mit Presets sind die Settings bei der Fotobearbeitung gemeint, die gespeichert werden können, um sie später auf anderen Bildern oder Videos anzuwenden. Zum Beispiel kannst du bei Adobe Lightroom deine Bilder bearbeiten und die Presets in einem Unterordner speichern und sie später verkaufen. Gibt man auf dem Marktplatz Etsy beispielsweise den Suchbegriff “Influencer Presets” ein, kommen hunderte Presets, die gekauft werden können. Fans haben Interesse daran, Bilder so zu gestalten wie ihre Lieblings Influencer. Also, warum nicht?

12. Kreative Motive auf Kreativ-Marktplätze anbieten 

Influencer lassen ihre Kreativität freien Lauf und dabei entsteht oft ein Überschuss, der am Ende nicht verwendet wird. Bildmotive, Videos, Animationen und Audio-Ideen sind im Internet nachgefragte Ware. Diese Möglichkeit ist als Nebenverdienst zu sehen, da die Haupttätigkeit des Influencers ja ist, nicht anonym zu veröffentlichen. 

Du kannst also deine Fotografien, Videos, Grafiken, Audiodateien auf Kreativ-Marktplätze wie Adobe Stock hochladen. Bei jedem Download verdienst du etwas Geld damit. Sinnvoll ist es, dich zu fragen: Was braucht der Markt? Zum Beispiel sind zweigeteilte Bilder sehr beliebt, da Unternehmen gerne noch einen Text einfügen. Diese Bilder werden dementsprechend häufiger herunterladen. Bekannte Anbieter im Bereich Kreativ-Marktplätze sind beispielsweise Adobe Stock und Envato Elements

Das gleiche Prinzip gilt auch für das Designen von T-Shirts. Du kannst Designs ganz einfach und bequem auf diverse Plattformen wie Spreadshirt hochladen. Wenn ein Kunde sich ein T-Shirt drucken lässt mit deinem Motiv, verdienst du Geld.

Verkauf physischer Produkte

So wie du digitale Produkte verkaufen kannst, kannst du natürlich auch physische Produkte verkaufen. Von eigenen Werbeprodukten, sogenanntes Merchandising, bis hin zu Produkten ohne dass du für dich selbst wirbst, ist möglich. Im Folgenden mal vier Optionen für dich. 

© Daxiao Productions / Adobe Stock

13. Merchandising 

Merchandising ist eine gute Möglichkeit, eigene Werbeprodukte zu vermarkten. Je nach Nische kannst du über einen Onlineshop Computermäuse bis hin zu eigenen Klamotten anbieten. Merchandising lohnt sich bei einer großen Reichweite. Der Vorteil ist der, dass du ja schon eine Zuhörerschaft durch deine Follower hast, denen du deine Werbeprodukte anbieten kannst. Der Influencer und YouTuber Rezo hat zum Beispiel einen solchen Online Shop eingerichtet und sich auf Mode - Artikel fokussiert. Bekannte Anbieter für die Einrichtung eines Onlineshops sind beispielsweise Spreadshirt und Shirtee. Manche Anbieter bieten auch den Verkauf der Produkte über Soziale Medien an. Spreadshirt bietet beispielsweise auch die Möglichkeit einer Platzierung und Verkauf des Merch unter den Videos von YouTubern, siehe hier.

Wichtig: Du kannst natürlich auch ohne eigene Werbeprodukte einen Onlineshop einrichten. 

14. Verkauf von Produkten 

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So kannst du zum Beispiel auch Motive selbst gestalten und diese weiterverkaufen ohne zwangsläufig Werbung für dich zu machen, das bedeutet ohne eine eigene Marke bewerben zu wollen. Auf Websites wie Shirtee und Spreadshirt, auf denen sich leicht Shirts designen lassen, kannst du deine Motive hochladen und sie zur Verfügung stellen. Aber auch über einen eigenen Onlineshop kannst du Produkte anbieten. So auch Calvin Hollywood, der sein BeastBooster Pulver für mehr Energie in seinem Onlineshop verkauft. Zusätzlich vertreibt er die Produkte in seinem Calvin Hollywood Shop, in dem er aber nicht nur physische, sondern auch digitale Produkte, wie Onlinekurse anbietet. Er kombiniert seinen Onlineshop mit digitalen als auch mit physischen Produkten. 

15. Printprodukte

Von Mode mal ganz abgesehen, kannst du dich auch auf Printprodukte fokussieren, die du im eigenen Onlineshop oder auf einer anderen Plattform wie zum Beispiel auf Amazon vertreibst. So macht es auch Sarah Margit, die auf ihrer Webseite in ihrem Shop, Printprodukte wie zum Beispiel Blöcke und Wochenplaner anbietet. Ihre Produkte stehen unter keiner Eigenmarke, aber über ihre Webseite schließt das Produkt auf sie. 

16. Bücher

Wenn wir hier schon bei Printprodukten sind, sind Bücher natürlich nicht zu vernachlässigen. Auch wenn Bücher häufig digital gelesen werden, haben wir doch alle einen Bedarf an Printbücher im Regal. Die Autorin und Marketing Expertin Simone Cooper schreibt Bücher über Social Media, Online- und Affiliate Marketing. Sie verkauft ihre Bücher auf Amazon und verdient darüber ein Einkommen. Bücher, rund um Social Media und Marketing, wie die von Simone Cooper, findest du übrigens in unserem Bücherregal

Aufbau eigener Marken

Als Influencer kannst du Produkte entwickeln, die du unter deiner Eigenmarke führst. Was eine eigene Marke für dich bedeutet und welchen Unterschied es bei Eigenmarke und Co-Branding bzw. Markenkooperation gibt, erfährst du in den nächsten zwei Möglichkeiten, Geld zu verdienen. 

© BullRun / Adobe Stock

17. Eigene Marken

Eine Eigenmarke ist ein Produkt, das unter eigenem Namen von einem Einzelhändler oder durch ein eigenes Verkaufskanal, z.B. einem Onlineshop angeboten wird. Beachte bei einer Eigenmarke das Produkthaftungsgesetz, das darauf hinweist, dass du verpflichtet bist die nötigen Sicherheitsstandards bei der in Verkehr Bringung deiner Markenprodukte einzuhalten. Deine Eigenmarke kannst du im eigenen Onlineshop oder z.b. über Amazon verkaufen. Aus einem konkreten Bedarf kann sich deine Eigenmarke entwickeln. Hast du einen konkreten Bedarf entdeckt? Sally von Sallys Welt hat beispielsweise ihre Eigenmarke entwickelt: Sallys. Von Küchenmaschinen bis Buchstaben Ausstecher hat sie sich eine breite Produktpalette aufgebaut. 

Eigene Marken kannst du von Tag Eins aufbauen, auch ohne eine große Reichweite im Rücken. Aber eine bestehende Community hilft immens bei der Vermarktung und beim Abverkauf. Als Influencer mit große Reichweite hast du das Vertrauen deiner Follower bereits gewonnen, das sich in deiner eigener Marke und dein Umsatz widerspiegelt.

18. Co-Branding (Markenkooperation auf Produktebene)

Kommen wir zur Premier League der Verdienstmöglichkeiten. Hast du siebenstellige  Followerzahlen kommt es vor, dass du von Markenunternehmen angesprochen wirst, um eine eigene Produktlinie auf den Markt zu bringen, sofern deren Marken thematisch zu deinen Kanälen passen. Die Produkte werden dann zu einem Co-Branding-Produkt oder einer neuen Produkt-Marke, die den Markennamen und den Namen des Influencers tragen kann. 

Der Vorteil an diesem Modell ist, dass ein Imagetransfer von Produktmarke zur anderen Influencer-Marke hergestellt wird und damit stärken beide ihr Ansehen. Das Unternehmen genießt dabei auch die Möglichkeit, eine neue Zielgruppe zu erreichen und zwar die des Influencers. Der Influencer wiederum bekommt die Gelegenheit ein neue Einkommensquelle aufzubauen durch die Entwicklung eigener Produkte. Dabei profitiert der Influencer vom Know-how des Co-Branding-Partners, der zudem auch finanziell mit ins Risiko geht, zum Beispiel bei der Entwicklung, Produktion und Lagerung der neuen Produkte. Zudem bietet er auch die Verkaufskanäle an, wie das folgende Beispiel zeigt.

Eine weitreichende Followerschaft ist für dieses Modell deswegen essentiell, da das Unternehmen die Produkte auf Masse produziert und nicht auf den Produkten sitzen bleiben will. Zum Beispiel hat Bianca Heinicke von BibisBeautyPalace, ihre Eigenmarke bilou in Kooperation mit dm aufgebaut. Bilou ist die Eigenmarke von Bianca und wird ausschließlich über dm verkauft. Durch die Kooperation und Exklusivität mit dm ist Bianca und bilou auch ein gutes Beispiel für Testimonial.

Monetäre Unterstützung durch Follower und Abonnenten

Alle bisher genannten Verdienstmöglichkeiten haben eines gemeinsam: Die Einnahmen kommen, wenn überhaupt, dann nur indirekt über die eigenen Follower. Es gibt aber auch die Möglichkeit sich die Arbeit in den Sozialen Medien direkt über die eigene Community finanzieren zu lassen. Hier einige interessante Beispiele.

© deagreez / Adobe Stock

19. Twitch Bezahlfunktion

Twitch ist wohl das Streaming Portal schlechthin. Sehr bewundernswert ist der bekannte Twitch Streamer “TheRealKnossi”. Der “einzig wahre König” hat über eine Million Follower und hat sich Twitch zu eigen gemacht. Im Folgenden gehen wir auf die Währung auf Twitch und auf die Abonnement Option ein, mit der du “wahres” Geld machen kannst.

Das Besondere an Twitch ist die Bezahlfunktion. Bit ist eine virtuelle Währung, die die Zuschauer mit echtem Geld erwerben. Mit dieser Währung ist es für die Zuschauer im Chat möglich, seinen Lieblingsstreamer zu kommentieren und zu feiern. Die Bits sind sogenannte Emoji Bits. Der Streamer erhält 0,01$ pro Bit. Wenn der Zuschauer Bits in Erweiterungen nutzt, dann erhältst du als Streamer 80% der 0,01$ pro Bit und der Entwickler der Erweiterung bekommt die restlichen 20%. Für weitere Details über Bits und Coins, empfehlen wir unseren Artikel “Von Twitch Bits und Points”.

Des Weiteren kannst du deinen Zuschauern auch ein Abonnement anbieten, wenn du Partner oder Affiliate bist. Über einmalige oder regelmäßige Zahlungen von mindestens 4,99$ im Monat, können dich deine Zuschauer finanziell unterstützen. Durch das Abo erhalten sie, die von dir festgelegten Vorteile, wie beispielsweise die Nutzung deiner Emotes. Wenn du wissen möchtest, wie du Partner oder Affiliate wirst, informiere dich über das Partnerprogramm von Twitch und über das Affiliate-Programm

Möchtest du auch auf Twitch durchstarten? Schau dir unseren Artikel “Der Weg zum Twitcher” an, Petru teilt mit dir seine Erfahrungen und hat ein paar Tipps für dich parat.

20. YouTube Premium  

YouTube ist eine Video - Plattform, auf der du deine Inhalte monetarisieren kannst und mit deinen Fans interagierst. Lange wurde YouTube aufgefordert, mehr Optionen für Creator und mehr Auswahl für die Nutzer zu schaffen. Das Konzept “YouTube Premium” kommt diesen Wünschen nach. Mit dem Premium Paket können Nutzer Videos auch ohne Werbeanzeigen anschauen und Creator weiterhin finanziell unterstützen. 

YouTube bietet dir mit YouTube Premium interessante Einkommensquellen. Um auf YouTube Geld zu verdienen, musst du dich für das YouTube Partnerprogramm bewerben. Ab 1.000 Abonnenten und einer Wiedergabezeit von 4.000 Stunden, bist du berechtigt am Partnerprogramm teilzunehmen. Du siehst, es müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein. Nimmst du einmal am Partnerprogramm teil, gibt es verschiedene Optionen, Geld zu verdienen. Bei jeder Funktion müssen erneut, bestimmte Voraussetzung erfüllt werden. Im folgenden geben wir dir einen Überblick, wie du mit YouTube Premium Geld verdienst:

21. Instagram Badges

Dieses Jahr hat sich verstärkt auch Instagram um Möglichkeiten bemüht, um Inhalte zu monetarisieren.

Die Instagram Badges sind Abzeichen, die die User für einen Wert ihrer Wahl, erwerben können. Der Wert für ein Badge liegt zwischen 0,99$ bis 4,99$. Die Badges in Herzform können in der Kommentarleiste eines Live Streams an die Creator weitergegeben werden. Der User, der das Badge an den Creator herangetragen hat, dessen Kommentar steht über alle anderen Kommentare und ist länger sichtbar. Der Creator selbst wird durch die Live Badges finanziell unterstützt, da der Creator 100% den Wert des Badges erhält. Die Badges ähneln dem Prinzip auf Twitch und der Super-Chat-Option auf Youtube.  

Es wurde nun bekannt, dass Facebook, Instagrams Mutterkonzern, nun die Einnahmen über Badges erhöht. Ein User kauft ein Badge für 0,99$, der Influencer erhält nun 1,98$. Die eine Hälfte zahlt der User bzw. der Follower und die andere Hälfte wird vom Konzern übernommen. Das ist also die Zeit, sich mit Live Streams auf Instagram vertraut zu machen und diese Monetarisierungsform zu auszunutzen!

22. Spenden

Die Bitte um Spende ist eine altbewährte Methode, um an Geld zu kommen, die aber auch im Internet gerne benutzt wird. Auf vielen Social Media Plattformen ist es möglich, Links oder Spenden Buttons einzupflegen. 

Beispielsweise wird auf Twitch über Bits gespendet, auf Instagram mit Badges oder einfach über Paypal Links. Solche Links kannst du einfach über den Online-Bezahldienst Paypal erstellen. Einige Creator erstellen dazu eine passende Grafik oder ein passender Button, damit die Spendenfunktion auf der Seite gleich auffällt. 

Zusammenarbeit mit funk?

23. Produktionen in Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Rechtlichen

Zu guter Letzt, möchten wir dich auf ein Einkommens-Format hinweisen, das vielleicht nicht sofort als eins erkannt wird: Die Zusammenarbeit mit den öffentlich Rechtlichen. Seit 2016 gibt es funk, ein gemeinsames Format von ARD und ZDF. funk arbeitet mit Content Creator zusammen, die auf Instagram, Snapchat, TikTok, Facebook oder YouTube spannende Formate entwickeln. Damit verfolgen sie eine junge Zielgruppe zwischen 14 und 29 Jahren. Die Creator sind dann sowas wie bei funk angestellt, haben aber freie Hand, was ihre Video Inhalte angeht. Die Themen der funk Formate sind breit gefächert, verfolgen aber immer das Ziel, Raum für Meinungsbildung zu schaffen. Das Angebot bei funk wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert. 

© nmann77 / Adobe Stock

Viele Influencer auf YouTube haben sich für eine Zusammenarbeit mit funk entschieden. Darunter befinden sich unter anderem Fynn Kliemann mit Kliemannsland und Mai Thi Nguyen-Kim mit mailab. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit funk, willst du wissen? Der Kanal Schruppert ist ebenfalls von funk und gibt dir dazu mal Auskunft. 

Ob du mit öffentlich Rechtlichen wie funk arbeiten möchtest, musst du für dich abwägen. Wenn du dich entscheidest, bei funk mitzumachen, wirst du von funk entdeckt. Aber nein, darauf warten musst du nicht! Schau einfach mal auf die Webseite von funk, ob du ihre Voraussetzungen erfüllst und bewerbe dich! Übrigens brauchst du für funk nicht schon eine große Reichweite, also dann: Daumen sind gedrückt und viel Erfolg!

Welches Geschäftsmodell ist für mich das Richtige? 

Häufig kombinieren Influencer die Verdienstmöglichkeiten. Aber nicht jede Einkommensquelle ist mit der Plattform und mit der Followerschaft kompatibel. Zum Beispiel kannst du Affiliate-Marketing nicht für den Instagram Feed anwenden, weil du dort keine Links einbetten kannst. Erst ab einer Followerschaft von 10.000 Personen kannst du in deinen Stories Links teilen. Erst hier wird also Affiliate-Marketing möglich. 

Frage dich, welches Modell dir am meisten zusagt. Gehe dann in dieser Richtung. Vielleicht wirst du einige Modelle für bedenklich finden oder damit nichts anfangen können. Lege diese Modelle zunächst beiseite, aber lasse sie nicht ganz aus den Augen. Befasse dich damit, wenn mal Zeit ist. Bei der Auseinandersetzung erhältst du vielleicht einen ganz anderen Blick darauf.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass du nicht alle Modelle auf einmal testest. Nehme dir anfangs nur ein, maximal zwei Modelle vor und reize diese aus. Überprüfe nach etwa sechs Monaten, wie dein Erfolg mit diesem Einkommensquelle aussieht. Das längerfristige Dranbleiben ist wichtig, um die Feinheiten des Modells zu entdecken und damit einen fließenden Workflow aufzubauen. Und manchmal dauert es einfach länger bis die ersten Einnahmen entstehen. Geduld haben ist dabei die wichtigste Tugend.

Und wie der Herausgeber von INFLZR.de, der auch Markenexperte ist, Petru Leuthold sagt: “Beim Einkommen kennt die Kreativität keine Grenzen”. Hast du also eine eigene Idee, wie du Einkommen generieren kannst? Dann probiere sie einfach mal aus. Und zu guter Letzt, möchten wir dich daran erinnern, dass du durch den Aufbau deiner Reichweite direkt auch schon eine eigene Werbeplattform hast. Viele Fans sind bereit, die Produkte von Influencern zu kaufen, wenn sie das Gefühl haben, dass der Influencer es mit der Empfehlung gut meint. Nutze das.

Alena Renner studiert Kommunikationswissenschaft an der Otto – Friedrich – Universität in Bamberg. Die Vielfalt im Farbkreis, in der Gesellschaft und im Internet beeindruckt sie. Ganz im Entdeckermodus dreht sie ihre Neugierde für euch als Praktikantin in der INFLZR-Redaktion rund um Influencer & Co. voll auf.



Tags

Einkommen generieren, Geschäftsmodell, Verdienst


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