September 29

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Facebook – tot oder lebendig?!

Das hier hätte eigentlich ein Artikel über die Influencer auf Facebook werden sollen. Oder noch besser, ein Artikel darüber, wie man zum perfekten Facebook Influencer wird, ähnlich wie bei meinen anderen Artikeln über Instagram, YouTube und TikTok.

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Jedoch ist mir bei der Recherche aufgefallen, dass ich noch von keinem Facebook Influencer gehört habe. Also habe ich mich auf die Suche nach einem gemacht. Im Gegensatz zu der Suche nach Influencern auf Instagram, YouTube und TikTok konnte ich über die Google-Suchfunktion keinen einzigen Treffer landen. Bedeutet das etwa, dass es keine Facebook Influencer gibt?

Der Plattform - Tod?

Nein! Es liegt an Facebook. Die Plattform wird inzwischen überwiegend von Personen genutzt, die älter als die Zielgruppe der Influencer sind. Zum Vergleich hier mal Zahlen aus einer Statistik von statista.de: Facebook nutzen ca. 48% der zwischen 14 und 29 Jahre alten Personen. 25% der 50-jährigen und älter sind ebenfalls auf Facebook vertreten. Auf Instagram sind 59% der unter 30 Jahre alten Nutzer unterwegs. Lediglich 5% der 49-jährigen benutzen Insta. Damit ist das Durchschnittsalter der Nutzer von Facebook wesentlich höher als beispielsweise das der Instagram Nutzer.

Außerdem machen der mangelnde Datenschutz und die Verbreitung von möglichen Falschinformationen dem Unternehmen zu schaffen. Es gibt Vorwürfe, Facebook hätte ohne Wissen (und damit auch Zustimmung) der Nutzer deren biometrische Daten erhoben. Zudem werden zu viele Daten für personalisierte Werbung gesammelt. Der Umgang mit Wahlwerbung und das Unterstützen der Verbreitung von Falschmeldungen bescherte Facebook in den letzten Jahre immer wieder negative Publicity. Die letzten Schlagzeilen bezogen sich auf den Privacy Shield, genauer den Datentransfer von Daten europäischer Bürger in die Vereinigten Staaten von Amerika. Der europäische Gerichtshof hat inzwischen geurteilt, dass der Datentransfer nicht den Datenschutzbestimmungen entspricht. Damit darf Facebook keine Nutzerdaten aus Europa an den Firmensitz in den USA übertragen.

Zu alt für Influencer?

Ja! Jüngere Menschen lassen sich leichter beeinflussen als ältere. Das besagt laut new-buisness.de eine Studie von Wavemaker. Zwischen ca. 16 und 19 Jahren haben Influencer eine inspirierende und motivierende Wirkung. Ab. dem 20. Lebensjahr entwickeln die Nutzer der Social Media Plattformen eine kritischere Haltung gegenüber Influencern. Zwischen 11 und 15 Jahren ist die Macht der Influencer bei den Nutzern am größten. Die Influencer sind demnach auf den Plattformen am meisten vertreten, auf denen sich ihre Zielgruppe befindet.

Die Nutzer von Facebook sind nun laut statista.de die Eltern der ersten Facebook-Generation. Im Fokus des jungen Zielpublikums stehen demnach Instagram und Snapchat, die mit einer spielerischen Herangehensweise und lustigen Filtern die Wünsche der jungen Generation erfüllen.

Facebook als Influencer-Friedhof?

Nein! Auch auf Facebook sind Influencer vertreten. Sie können über diese Plattform besser mit ihrer Community interagieren, da man auf Facebook spezielle Gruppen bilden kann und über Links zu den Shops und Produkten der Influencer geleitet wird. Die zwei größten Stärken Facebooks liegen also in den Tools Gruppenbildung und Verlinkung.

Aber nicht nur das macht die Plattform besonders. Facebooks Influencer passen sich ihrer Zielgruppe an. Das heißt, sie nennen sich nicht Influencer. Sie sind Personen, welche mit ihrem Profil große Aufmerksamkeit genießen. Per Begriffsdefinition erfüllen sie damit dennoch alle Kriterien eines Influencers. Dies zeigt sich in Form von Interaktion unter den Beiträgen, Likes, Gruppenmitgliedern und ähnlichem. Gute Beispiele für zwei Facebook-Influencer sind Calvin Hollywood und Tobias Beck.

Ist Facebook dem Tod geweiht?

Nicht unbedingt! Das, was die Plattform durchgemacht hat, nennt man Entwicklung. Sie entwickelt sich mit ihren Nutzern und deren Alter weiter. Das heißt auch, dass sie die Bedürfnisse und Nöte ihrer Nutzer kennt. Und so können sich Influencer entwickeln, die sich nicht als Influencer sehen. Calvin Hollywood hat unter anderem über Facebook sein Unternehmen aufgebaut, genau wie es Dagi Bee mit YouTube und Yvonne Pferrer mit Instagram getan hat. Auch Tobias Beck hat mit Facebook die richtige Plattform gefunden um sich zu vermarkten. Also nein, Facebook ist nicht dem Tod geweiht, es verliert nur seine Jugend.

Vernetzt

Das Besondere an Social Media ist die Vernetzung der Plattformen untereinander. Influencer nutzen die Vorteile jeder Plattform für sich. So sind sie überall in den sozialen Netzwerken vertreten. Jeder hat ein Instagram-, Facebook- und TikTok Konto und die meisten auch einen YouTube-Kanal. so bleibt man in der schnelllebigen Welt des Social Media präsent. Und solange jede Plattform ihre Vorteile bietet, solange wird sie auch von Influencer genutzt werden.

Facebook ist zu einer Art Telefonbuch oder Visitenkarte mutiert. Wenn man sich über einen Menschen informieren will, sucht man ihn auch bei Facebook. Auf seinem Profil hat er den seine Kanäle angegeben, auf welchen er seinen Content produziert. Facebook ist also eine Vermittlungsstelle. Aber genau deshalb unsterblich, denn wo sollte man die Menschen sonst zuerst suchen in dem Wirrwarr von Social Media?!

Danielle Münch studiert Germanistik an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Daneben ist sie passionierte Sportlerin. Das Plus an Motivation für ihre Lieblingssportarten Krafttraining und Laufen holt sie sich auf Instagram. Als Praktikantin in der INFLZR-Redaktion ist sie nun den Influencern auf der Spur.


Tags

Facebook, Influencer


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