Mai 7

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Influencer sind gekommen um zu bleiben – 3 Thesen dafür

Geliebt, gehasst, gefragt, geschaut! Zwiegespaltener könnten die Leute über Influencer nicht sein. So schnell werden sie uns auch nicht verlassen. Drei Gründe die dafür sprechen.

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Schon vor der Corona-Krise wurde stark spekuliert, ob Influencer nicht nur eine Randerscheinung sind, die sich bald wieder in Luft auflöst. Wenn das richtig sein sollte, ist dieser Versuch hier, ein Magazin für Influencer aufzubauen, schon jetzt zum Scheitern verurteilt. Ich habe jedoch eine ganz andere Einschätzung und behaupte, Influencer sind gekommen, um zu bleiben. Dazu habe ich drei Thesen die ich gerne mit dir teile.

Meinungsstarke und extrovertierte Menschen suchen sich ihre Hörerschaft

Das Internet, wie wir es heute kennen, hat es möglich gemacht, dass wirklich jeder mit Hilfe eines Internetzugangs seine Meinung in der Öffentlichkeit verbreiten kann und das auch noch wirklich einfach. Aber auch ebenso, dass sich extrovertierte Menschen öffentlich ausleben können. Ob gewollt oder nur aus Zufall, darunter befinden sich Leute, die es schaffen werden, große Reichweiten aufzubauen. Das sind die nächsten Influencer. 

Aus meiner Sicht wäre es illusorisch zu behaupten, dass diese Wirkungskette unterbrochen wird.

Influencer sein ist der Traum heutiger Jugend

Jede Generation hat einen Traum. Untersuchungen zeigen, dass bis zu einem Viertel der heutigen Jugend den Traum hegt, Influencer zu werden. Ihre Vorbilder sind die Influencer der ersten Generation, die es aus dem Kinderzimmer heraus zu Ruhm und Reichtum geschafft haben. Hinzu kommt, dass die jetzige Jugend mit den Medien und der Selbstinszenierung vertraut ist wie nie zuvor. Diese Kombi, gepaart mit dem Drang, sich auszuprobieren, führt maßgeblich dazu, dass zukünftig mehr Leute als je zuvor den Versuch starten werden, sich als Influencer aufzubauen. Im Prinzip ist der Influencer-Traum der gleiche wie ein berühmter Musiker, Schauspieler oder Sportler zu werden. Im Gegensatz dazu benötigt man für eine Influencer-Karriere keine sportlichen, musikalischen oder schauspielerischen Fähigkeiten. Man kann anfangen mit dem, was einem mitgegeben wurde plus einem Internetzugang und einem Handy. Das ist wahrlich eine große Quelle für kreatives Ausleben und den Influencer-Nachwuchs in den nächsten Jahren.

Unternehmen suchen händeringend nach (guten) Influencer 

Influencer sind nicht nur Entertainer und Meinungsmacher sondern auch Umsatzbringer. Pfiffige Marketingabteilungen und Agenturen haben von Anfang an auf Influencer gesetzt, um auf ihre Produkte aufmerksam zu machen und somit die Abverkäufe zu steigern. Der Erfolg gibt ihnen recht. Wobei, es gibt ebenfalls viele peinliche Beispiele von Influencer-Kampagnen, die im unerwünschten Gegenteil ausuferten. Doch warum wird der Influencer überhaupt gebucht? Grob betrachtet, gibt es dafür drei Gründe.

1. Glaubwürdigkeit

Zum einen haben erfolgreiche Influencer das, was Werbekampagnen zu 98 Prozent fehlt, nämlich Glaubwürdigkeit. Wenn sie ein Produkt in die Kamera halten, glaubt man der Empfehlung des Influencers eher, weil es von einem vertrauten Menschen kommt. Jedenfalls gilt das für dessen Followerschaft. Daraufhin werden die Produkte auch tatsächlich eingekauft.

2. Verbesserung des Images

Zum anderen findet aber auch ein Imagetransfer vom Influencer auf die Marke und umgekehrt statt, was dazu genutzt wird, um das Image der Marken aufzuwerten. Hier greift wieder die Glaubwürdigkeit des Influencers. Ist er zum Beispiel ein Verfechter für saubere Umwelt und behauptet, dass Unternehmen XY sich geändert hat, jetzt sauber produziert und belegt dies zudem mit Fakten könnte das einen Meinungswechsel hervorrufen. Natürlich auch mit der Konsequenz, dass mittelfristig auch der Absatz des Unternehmens steigt.

3. Kosteneinsparungen

Zuletzt haben Unternehmen die Hoffnung, durch den Einsatz von Influencern, Werbeausgaben einzusparen. In der Regel ist der Einkauf von Werbeplätzen, unabhängig vom Medium, recht hoch. Je genau ein Medium eine Zielgruppe trifft, umso teurer sind auch die Mediakosten. 

Influencer hingegen, können im Vergleich zu einem Verlag günstiger Promotions anbieten, da sie niedrigere Kosten haben. Ausnahmen sind sehr große Influencer oder die, die mit Agenturen zusammenarbeiten. Zudem übernehmen Influencer auch die Produktion der Bilder und Videos für die Kampagne, was wiederum dem Unternehmen Produktionskosten einspart. Darüber hinaus ist es möglich, Influencer am Erfolg von Verkäufen mitverdienen zu lassen, z.B. durch Affiliate-Links., was man auch variable Werbekosten nennt. Für Unternehmen ist das ein sehr wichtiges Mittel, denn Kosten entstehen erst bei einem Verkauf. Natürlich ist zusätzlich auch ein Fixum oder Produkt möglich, die jedoch preislich unter den normalen fixen Mediakosten liegen.

Diese drei Punkte zusammengenommen machen die Arbeit mit Influencern sehr begehrenswert für Unternehmen. Das wird sich sicherlich in Zukunft nicht ändern, denn die Arbeit mit Testimonials ist einer der Grundpfeiler erfolgreicher Markenwerbung.

Eine bunte Zukunft steht uns bevor

Aufgrund meiner obigen Thesen bin ich der Meinung, dass Influencer nicht mehr wegzudenken sind. Freuen wir uns auf eine bunte Zukunft, viel Unterhaltung aber auch einige Kopfschüttler. Denn eines ist klar. Wenn Influencer etwas beherrschen, dann die Kunst der Überspitzung und der Unterhaltung.

Petru Leuthold arbeitet seit 2002 in der Kommunikation. Durch die Arbeit mit Influencern wurde er inspiriert INFLZR.de zu gründen. Seine Mission ist Influencer mit nützlichen Tipps, Insights und Inspiration bei der Gestaltung ihrer Karriere zu unterstützen. Entdecke auch seinen Podcast Branding like a BRAINBEAST.


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Petru Leuthold | Herausgeber INFLZR.de

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