September 3

0 Kommentare

Eine INFLUENCER Definition

Influenza. Dieser Begriff wird vor allem beim Arzt häufig gehört und eigentlich nie für gut empfunden. Mit ihm gehen Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Husten und Schüttelfrost einher. Richtig, bei einer Influenza handelt es sich um eine Grippe. Doch warum genau bezeichnet man aus Social Media bekannte Personen als Grippe? Das Attest: eine Influencer Definition.

More...

Man bezeichnet sie nicht als Influenza, sondern als Influencer. Dieser Begriff, der in der deutschen Aussprache nach einer Krankheit klingt, leitet sich von dem englischen Verb to influence ab und bedeutet beeinflussen. Deswegen ist eine Influencer Definition wichtig! Ein Influencer ist also erstmal einfach eine Person, die andere beeinflusst und keine Krankheit. Interessant ist hierbei die Anzahl der beeinflussten Personen, denn erst eine größere Community, sprich viele Follower, macht den Influencer zum Influencer.

Influencer sind häufig durch Social Media bekannt. Sie posten regelmäßig bestimmte Inhalte auf ihren Kanälen und sammeln hierdurch ihre Follower. Sie benutzen also die sozialen Netzwerke für ihre Inhalte. Follower sind andere Nutzer des sozialen Netzwerks, die auf diese Inhalte reagieren.

Eine Influencer Definition

Die folgende Influencer Definition von Sven-Oliver Funke und Jessika Löwen in ihrem Buch “Fame! Das Handbuch für Influencer” beschreibt den Influencer als “eine Person, die im Internet regelmäßig eine größere Menge an Menschen mit einer Botschaft erreicht und sie dadurch beispielsweise in ihrer Kaufentscheidung oder ihrem Handeln beeinflusst”.

Influencer sind also Personen, die aus eigenem Antrieb in regelmäßiger Frequenz Inhalte veröffentlichen und so soziale Interaktion initiieren. Als soziale Interaktion gilt der Austausch über die geposteten Inhalte und Gedanken.

Influencer? Das sind doch die Leute aus dem Internet, die mit Nichtstun viel zu viel Geld verdienen?

Immer mehr Teenager äußern laut einer Studie von bitkom.org den Berufswunsch Influencer. Als Influencer lässt sich nämlich durchaus Geld verdienen. Durch eine große Reichweite kann man Kooperationen mit Firmen eingehen und Werbedeals an Land ziehen. Verschiedene Internet- Größen wie beispielsweise Dagi Bee zeigen, dass das möglich ist. Sie hat sich eine große Community aufgebaut und bewirbt nun auf ihren Kanälen auch ihre eigenen Produkte. Denn sie hat sich von den Werbekooperationen und Testimonials weg und hin zur selbstständigen Unternehmerin entwickelt. Nun hat sie einen eigenen Onlineshop, in dem sie ihre Produkte verkauft. 

Die Bezeichnung Influencer hat in den letzten Jahren durch die Medien jedoch an Glanz verloren. Das liegt unter anderem an dem Influencer - Marketing. Durch widersprüchliche Produktplatzierungen, Kooperationen und Werbung für Produkte, die thematisch nicht zur Community passen oder die der Influencer persönlich nicht vertritt, verliert ein Influencer seine Glaubwürdigkeit. Auch Schleichwerbung durch mangelnde Kennzeichnung ist ein Problem, dass in der Vergangenheit zu Negativschlagzeilen geführt hat und den Influencern ein negatives Image verliehen hat. So kam es auch, dass manche Influencer sich heute lieber als Creator bezeichnen.

Creator statt Influencer?

Der Begriff Creator ist tatsächlich die ältere der beiden Bezeichnungen. Er diente als Überbegriff für Künstler. Jede Person, die etwas erschafft, z.B. Musik, Filme, Texte oder Bilder, ist im eigentlichen Sinne ein Creator. Als Influencer bezeichnete man ursprünglich nur die Künstler, die über die sozialen Netzwerke für ihre Kunst bekannt sind. An folgendem Beispiel kann man den Unterschied erkennen. Eine Sängerin wie Katy Perry, die über das Radio für ihre Hits bekannt ist, galt zwar als Creator, aber nicht als Influencerin. Inzwischen versteht man unter einem Influencer eine Person, die sich in sozialen Netzwerken eine möglichst große Community aufbaut, unter anderem um sich für die Marketing-Zwecke von Markenherstellern anzubieten. Als Creator bezeichnet man eine Person, die die sozialen Netzwerke als Mittel des Selbstausdrucks nutzt und der Darstellung der persönlichen Fähigkeiten. Deren Hauptziel ist weniger die Beeinflussung anderer, sondern deren Fokus liegt auf der Erstellung neuer Inhalte. 

Der Begriff Creator leitet sich übrigens von dem englischen Verb to create ab und bedeutet frei übersetzt erschaffen. Der Creator erschafft quasi neuen Content, verbreitet diesen auf seinen Social Media Kanälen und interagiert mit seinen Followern bezüglich dessen. Eine andere Bezeichnung für Creator wäre Medienproduzent.

Hauptsache Content

Die Bezeichnung als Influencer oder Creator hängt auch zum Teil mit der genutzten Plattform zusammen. So stellt Instagram Influencern beispielsweise einen sogenannten Creator- Account zur Verfügung. Ob nun Influencer oder Creator, eine wichtige Rolle spielen diese Personen für die sozialen Netzwerke allemal. Sie bereiten Themen auf, stellen einen Content her, interagieren mit ihren Followern. Ein gewisser Grad an wechselseitiger Beeinflussung wird nie ausbleiben. Genauso wie man Inhalte erst erschaffen muss. Als Content oder Inhalt kann hierbei alles gelten. Schminktipps, politische Kommentare, Trainingstipps oder Tutorials. Fazit ist, über die Bezeichnung dieser Künstler ließe sich diskutieren. Ihr Wert für die Communities ist jedoch, ob als Creator oder Influencer, unbestritten.

Wann bin ich ein Influencer oder Creator?

Hört man von Influencern, denkt man direkt an eine große Reichweite und Tausenden von Followern. Das lässt den Begriff unnahbar wirken.Gilt man wirklich nur als Influencer, wenn man eine so große Community hat? Tatsächlich gibt es auch Influencer mit einer kleinen Community und einer geringeren Reichweite. Solche bezeichnet man laut einer Studie von markerly.com als Micro-Influencer.

Jeder kann ein Influencer sein. Selbst mit der kleinsten Community und im Vergleich den wenigsten Followern ist man ein Influencer. Ein Nano-Influencer.

Mal ein paar Zahlen zum besseren Verständnis. Ein Influencer hat mehr als ca. 25 000 Follower. Ein Micro-Influencer ist demnach eine Person mit zwischen 10 000 und 100 000 Followern. Ein Nano-Influencer bewegt sich also zwischen 1000 und 10 000 Followern.

Bin ich Influencer oder Creator?

Die Begriffe und Bezeichnungen werden dynamisch verwendet. Hier folgt der Versuch einer Einordnung. In erster Linie sind Influencer oder Creator Künstler, die sich in den sozialen Netzwerken präsentieren und profilieren. Diese Künstler schaffen Texte, Musik, Bilder und Tutorials, in denen sie ihren Followern zeigen, wie sie diese erschaffen. Du hast eine Idee oder ein Thema, welches dich bewegt? Du hast etwas, worüber du mit anderen reden möchtest, dass du zeigen möchtest oder weitergeben? Du möchtest etwas erschaffen? Lautet die Antwort auf diese Fragen ja, bist du ein Künstler. Präsentierst du deine Kunst über die sozialen Netzwerke, bist du ein Medienproduzent, ein Creator. Baust du dir damit eine Community auf, bist du je nach Anzahl der Follower ein Nano-, Micro- oder gleich ein großer Influencer.

Sei kreativ!


Hinweis in eigener Sache: Auf dieser Seite sind Affiliate-Links zu finden, worüber wir eine kleine Werbekostenerstattung erhalten, sofern du eine der angeklickten Lösungen buchst. Dabei entstehen dir keinerlei Mehrkosten. Jedoch unterstützt du dadurch unsere Arbeit. Dafür schon mal einen großen Dank!

Danielle Münch studiert Germanistik an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Daneben ist sie passionierte Sportlerin. Das Plus an Motivation für ihre Lieblingssportarten Krafttraining und Laufen holt sie sich auf Instagram. Als Praktikantin in der INFLZR-Redaktion ist sie nun den Influencern auf der Spur.


Tags

influencer definition


Passende Artikel

Der Weg zum Streamer auf Twitch – Ein Erfahrungsbericht

Story of Five Teil 2: Das ist meine Domain!

Fragen und Meinungen zum Artikel:

{"email":"E-Mail ungültig","url":"Website ungültig","required":"Pflichtfeld"}
>
Petru Leuthold | Herausgeber INFLZR.de

Hi, Petru hier.

Du möchtest einen Blog mit Wordpress aufbauen? Wir haben eine kostenlose Checkliste für Dich!

Mit Anmeldung akzeptierst Du unseren Datenschutz.