Juni 16

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Neues Gesetz in Norwegen: Influencer*innen müssen ab 2022 retuschierte Bilder als solche kennzeichnen

Das norwegische Parlament hat ein neues Gesetz erlassen, das speziell Werbeinhalte thematisiert. Welche Neuerungen es genau beinhaltet, worauf norwegische Creator*innen in Zukunft achten müssen und was deutsche Influencer*innen von ähnlichen Trends halten, erfahrt ihr hier. 

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Die Beweggründe für das neue Gesetz

Dass sich Menschen von perfekten Körpern auf Social Media unter Druck gesetzt fühlen können, ist leider kein neues Problem. In Norwegen gibt es für dafür sogar einen speziellen Begriff: “Kroppspress”, zu Deutsch: “Körperdruck”. Gegen diese negativen Folgen von New Media möchte Norwegen mit einem neuen Gesetz vorgehen. Wie das norwegische Newsportal “Kom24” berichtet, sollen damit vor allem jüngere Nutzer*innen geschützt werden. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass diese Altersgruppe besonders stark von Einflüssen durch falsche Körperideale betroffen ist.

Das wurde mit dem neuen Gesetz beschlossen

Im neuen Gesetz geht es darum, dass bearbeitete Fotos als solche gekennzeichnet werden müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Bilder von Influencer*innen oder großen Modelabels handelt. Die Gesetzgeber richten sich demnach speziell an Werbeinhalte, Hobby-Creator*innen sind von den Änderungen nicht betroffen. Das Gesetz greift immer dann, wenn Körperform, Größe oder Haut des Models manipuliert wurden. Wenn also beispielsweise die Augenform verändert oder die Beine schlanker retuschiert wurden, muss das ab Sommer 2022 mit neu eingeführten Logos kenntlich gemacht werden. Diese befinden sich momentan noch in der Entwicklung. Bei Verstoß gegen das Gesetz drohen Bußgelder, die bei Wiederholungstätern steigen können. Weiterhin ohne Kennzeichnung hochgeladen werden können Bildern, die im Ganzen bearbeitet wurden, wie zum Beispiel mittels schwarz-weiß Effekt, Scharfzeichner oder ähnlichem.

Deine Meinung ist gefragt

Auch in Deutschland gibt es bereits den Trend, sich für mehr Realität auf Social Media einzusetzen. Unter dem Hashtag #instavsreality sammeln verschiedene User*innen Bilder, die verdeutlichen sollen, wie Menschen fernab von Filter und Posing im echten Leben aussehen. So auch die Influencerin Viki aka @mondwika. Sie zeigt mit ihrem Post, dass man sich nicht zu sehr von Instagram-Bildern täuschen lassen sollte, sondern zu seinem Körper stehen kann. Bei alldem bleibt dennoch die Frage, ob sich durch Gesetz oder Hashtags wirklich etwas verändert oder der soziale Druck durch die Plattformen bestehen bleibt. Was denkst du? Sollte so ein Gesetz auch in Deutschland erlassen werden? Schreib uns gerne deine Meinung in die Kommentare.

Als Studentin der Kommunikationswissenschaft hat Pauline einen geschulten Umgang mit Medien, weswegen sie sich auch in ihrer Freizeit mit unterschiedlichsten Formen von New Media beschäftigt. Dadurch hat sie einen Blick für neue Trends und Innovationen, den sie bei ihrem Praktikum in der INFLZR-Redaktion weiter schärfen kann. Ihr Ziel ist es, nach dem Studium in die vielseitige Marketing Branche einzusteigen.



Tags

Bodypositivity, Gesetz, Instagram, Norwegen, Photoshop


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