Die Cookie-Ära geht zu Ende: Das sollten Blogger:innen und Influencer:innen jetzt beachten

14 September 2022   //  0 Kommentare // Min. Lesezeit

Cookies zur Nachverfolgung des Nutzerverhaltens auf Blogs, Websites und Onlineshops dürfen mit der Umsetzung des kommenden Datenschutzgesetzes teilweise nicht mehr genutzt werden. Wann und wie Blogger:innen und Websitebetreiber:innen nun reagieren müssen. 

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Mit der Umsetzung des kommenden Datenschutzgesetzes dürfen die sogenannten Third-Party-Cookies nicht mehr genutzt werden. Diese dienen dazu, Informationen über das Surfverhalten von Nutzer:innen zu erlangen, damit personalisierte Anzeigen geschaltet werden können. Was viele Werbetreibende vor eine große Herausforderung stellt, wird auch an Influencer:innen nicht spurlos vorbeigehen. Denn viele professionelle Content Creator haben sich mithilfe von Blogs und Onlineshops ein zweites Standbein aufgebaut. Kein Wunder, denn Bloginhalte bieten u. a. den Vorteil, nicht nur für den Moment interessant zu sein, sondern können über Suchmaschinen immer wieder neue Leser:Innen anziehen. Außerdem entscheiden sich viele Influencer:innen beispielsweise dazu, per Onlineshop eigene Merchandise-Artikel zu vertreiben. Siamac Rahnavard ist CEO der Kölner Agentur für digitales Marketing Echte Liebe und Vorreiter im Bereich des Programmatic Advertising. In seinem Gastbeitrag erläutert er, was Influencer:Innen in Zukunft beim Einsatz von Cookies beachten sollten und welche Alternativen es gibt.

Gastautor: Siamac Alexander Rahnavard

Mit der Macht der Daten Unternehmen wieder in den Dialog mit ihren Kunden bringen – das ist das Ziel von Siamac Alexander Rahnavard, Gründer und Managing Partner der Agentur für digitales Marketing Echte Liebe. Der Pionier der Programmatic Ads-Szene gründete zusammen mit Prof. Dr. Mark Elsner 2014 die Agentur Echte Liebe. Als Mitglied im Vorsitz der Fokusgruppe Programmatic Advertising des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) setzt er sich für Transparenz sowie einen einheitlichen Qualitätsstandard und geprüfte Seriosität ein. In diesem Zusammenhang initiierte er das Qualitätszertifikat Programmatic Advertising für Agenturen des BVDW und beteiligte sich an der Entwicklung des Code of Conduct, bei dem sich die Unterzeichner zu klaren Qualitätsrichtlinien bekennen. Damit trägt er maßgeblich zur Professionalisierung von Programmatic Advertising in Deutschland bei.

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Cookie ist nicht gleich Cookie. In der Branche wird unterschieden zwischen First-Party- und Third-Party-Cookies. Die neuen Regelungen werden nur Letztere betreffen, deshalb lohnt es sich, das Potenzial der First-Party-Cookies zu nutzen. Die Direct-to-Consumer-Strategie funktioniert ohne Zwischenhändler und ermöglicht durch den direkten Kundenzugang über den eigenen Online-Shop ausführlichere Informationen über die Kaufgewohnheiten zu erhalten. Für Nutzer:innen bringt das den Vorteil, dass beispielsweise Log-in-Daten, Spracheinstellungen oder zuletzt besuchte Unterseiten gespeichert werden, was zu einem unkomplizierteren Surferlebnis führt. Werbende werden also nach wie vor gewisse Daten der Besucher:innen speichern und nutzen können.

Carpe Diem: Die Zeit, die noch bleibt, nutzen!

Mithilfe von Cookies können die Wege der Nutzer:innen vom Erstkontakt bis zur finalen Conversion nachvollzogen und gleichzeitig wertvolle Informationen zu Zielgruppen erhoben werden. Noch nie war es so einfach, Informationen über die potenzielle Community zu sammeln und auszuwerten, sodass Streuverluste eingegrenzt werden können. Doch seit ihrer Einführung stehen besonders die Third-Party-Cookies aus Datenschutz-Gründen in der Kritik. Im vergangenen Jahr gab Google bekannt, die Abschaffung der Cookies im Google Chrome Browser auf Ende 2023 zu verschieben, um den Werbetreibenden Zeit zu geben, sich auf die Ära ohne Cookies vorbereiten zu können. Deshalb gilt der Appell: Solange die Gesetze nicht gelten – nutze den Tag! Dabei sollte der Schwerpunkt nicht nur auf dem Sammeln von neuen Daten liegen, sondern auch auf deren Aktualität zu achten. 

Alternative Werbeformen: Die passende Zielgruppe per Newsletter-Marketing ansprechen 

Newsletter erleben ein regelrechtes Revival. Gerade im Hinblick auf die anstehende Umsetzung des kommenden Datenschutzgesetzes können hier Daten der Interessierten erfasst werden, die diese auch bereit sind, bewusst zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug erhalten die Abonnent:innen Informationen über beispielsweise neue Produkte in Onlineshops oder Blogposts. Bis zu einem gewissen Grad können Newsletter auf Basis von Alter, Geschlecht, Seitenaufrufen und Interessen personalisiert werden und ermöglichen so eine gezielte Ansprache ohne Streuverlust – ganz ohne Third-Party-Cookies.


Tags:

Blog, Cookies, Echte Liebe, Google Analytics, Siamac Alexander Rahnavard, Tracking

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